Chronologie

2008 - 2010:

Durch das städtische Bauamt werden die ersten Maßnahmen und Untersuchungen zur Sanierung der Elektro- und Badewassertechnik sowie der Betonschäden im Untergeschoss des Hallenbades eingeleitet.

 

 

 

Es werden Bestandsaufnahmen des Hallenbades mit Vorplanungen zur Attraktivitätssteigerung angefertigt und diskutiert.

 

 

2011:

Die PfK Ansbach GmbH wird mit der Erstellung einer übergreifenden konzeptionellen Gesamtlösung für das Aquamarin beauftragt. Kernpunkt waren der bauliche Zustand der hydraulischen, elektrischen und raumlufttechnischen Anlagenteile sowie der Wärmeerzeugung und der Wärmeverteilung mit Abschätzung des anstehenden Erneuerungsbedarfs.

 

 

2011 - 2013

Erstellung und Vorstellung der Studie durch die Pfk Ansbach GmbH. Die Studie bestätigt die Einschätzung der Verwaltung. Die Messtechnik des Hallenbades ist teilweise nicht mehr in vollem Umfang funktionsfähig. Sie entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik. Der bauliche Zustand des Bades soll durch weitergehende baufachtechnische Bewertungen geprüft und die vorhandenen Mängel bewertet werden. Es wird empfohlen, für die jahreszeitlich wechseln-den Betriebsfälle (Freibad und Hallenbad) eine gemeinsame Aufbereitungstechnik auf Basis und unter größtmöglicher Weiternutzung der bestehenden Mehrschichtfiltrationsanlage des Freibades zu errichten.

 

 

2014

Zur Abschätzung des erforderlichen Sanierungsbedarfs des Gebäudes werden die notwendigen baufachtechnischen Untersuchungen durchgeführt. Auch werden Gespräche mit einer ortsansässigen Spezialfirma für Betonsanierung geführt. Die Untersuchungen zeigen, dass erhebliche Sanierungsarbeiten mit Teilabbruch von Bauteilen notwendig werden. Eine Sanierung des bestehenden Bades muss einem Neubau gegenübergestellt werden.

 

 

2014/2015

Durchführung eines Vergabeverfahrens für die Fachplanung zum Umbau und Sanierung der Gebäude und Badewassertechnik nach VOF. Erstellung einer Planungsstudie zur Neuorientierung des Aquamarin in Bobingen durch das Ingenieurbüro Möller + Meyer Gotha Ingenieurgesellschaft für Technische Gebäudeausrüstung mbH.

 

 

16.06.2015

Runder Tisch mit verschiedenen Nutzergruppen und Schulen zur Erarbeitung eines Anforderungsprofils

 

 

24.11.2015

Die Studie des Ingenieurbüros Möller + Meyer Gotha Ingenieurgesellschaft für Technische Gebäudeausrüstung mbH sieht den Bedarf an einer grundhaften Gebäude- und Techniksanierung des Hallenbades. Die Kosten hierfür entsprechen in etwa den prognostizierten Kosten für einen vergleichbaren Neubau. Die nichtvorhersehbaren Kosten sind im Bereich der Sanierung jedoch ungleich höher als bei einem Neubau.

 

 

 

Die Studie stellt vier Varianten für einen möglichen Neubau vor:

 

-

„Grundvariante“ (Ersatz 1:1 mit Kinderbecken, Lehrschwimmbecken, 25-m-Becken mit 5 Bahnen, Whirlpools, Kiosk)

ca. 8,9 Mio. €

 

-

„Grundvariante“ zzgl. 3 Bahnen im 25-m-Becken, oder größerer Kinderbereich, oder Rutsche, oder Hubboden, oder 1-m-Sprungbrett

ca. 9,1 Mio. €

 

-

50-m-Innenbecken, Whirlpools, Kinderbecken

ca. 12 Mio. €

 

-

50-m-Innenbecken, Whirlpools, Kinderbecken, Lehrschwimmbecken

ca. 12,6 Mio. €

 

Zu den jeweiligen Kosten kämen noch die Kosten für den Abbruch des bestehenden Bades sowie Kosten für ggf. großflächig zu öffnende Elemente.

 

 

 

Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung mit der Stadt Königsbrunn über eine Zusammenarbeit zu sprechen. In die weiteren Überlegungen sollen die Varianten mit dem 50-m-Innenbecken sowie der Variante eines 25-m-Beckens mit 8 Bahnen einbezogen werden.

 

 

2016

Der Stadtrat nimmt seinen Beschluss vom November 2015 zurück. Über das weitere Vorgehen zum Hallenbad soll nochmals beraten und ggf. eine weitere Studie erstellt werden.

 

 

16.11.2016

Vorstellung des aktuellen Diskussionsstandes in der Bürgerversammlung

 

 

2017

Die DSBG wird mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie und Potentialanalyse beauftragt. Hierzu findet im Mai 2017 ein Workshop des Stadtrats unter Moderation von Herrn Dr. Kuhn, Geschäftsführer der DSBG statt. Der Stadtrat fasste im Workshop folgende Ziele für ein neues Hallenbad zusammen:

 

-

Zielgruppe des neuen Bades: Familien und Sportschwimmer.

 

-

Public Value für die Öffentlichkeit schaffen.

 

-

Investition und Nutzen müssen gut gegeneinander abgewogen werden.

 

-

Kombibad Neubau mit Erhalt einiger Freibadwasserflächen.

 

-

Alleinstellung generieren.

 

-

Der Badneubau muss wirtschaftliche vertretbar sein.

 

 

 

 

Hierzu soll für folgendes Raumprogramm ein Vorschlags- und Priorisierungsverfahren ausgearbeitet werden:

 

 

 

Innen:

 

-

25m Sportbecken mit mindestens 5 Bahnen

 

-

Lehrschwimmbecken mit Hubboden – notwendig für den Schulsport und die Durchführung von Kursen

 

-

Eltern-Kind-Becken mit Spielelementen

 

-

Cabrio-Dach

 

-

Meersalzgrotte

 

 

 

 

Innen optional

 

-

Whirlpool

 

-

Textilsauna

 

 

 

 

Außen

 

-

Freizeitbecken

 

-

Rutsche

 

-

Sprungbecken

 

 

 

 

Außen optional

 

-

Solebecken

 

 

 

 

Aufgrund dieses Raumprogramms erstellte die DSBG eine Machbarkeitsstudie und Potentialanalyse. Die Studie umfasste

 

-

eine Potentialanalyse,

 

-

eine Konkurrenzbewertung

 

-

eine Bestandsaufnahme der Bobinger Bäder

 

-

eine Konzeption

 

-

eine Badegastpotentialanalyse

 

-

eine Wirtschaftlichkeitsprognose (incl. Erlösprognose, Aufwandsprognose, Personalbedarfsplanung, Betriebskostenprognose)

 

 

 

 

Die Investitionskosten für ein Familienbad, in dem alle „Bausteine“ des vom Stadtrat beschlossenen Raumprogramms enthalten sind betragen ca. 16 Mio. €, das laufende Defizit (Deckungsbeitrag I) beträgt ca. 758.000 €, der Deckungsbeitrag II (Deckungsbeitrag I sowie die auf die Nutzungsdauer aufgeteilten Investitionskosten in Form von Abschreibung und Zinsen) beträgt ca. 1.650.000 €

 

 

 

Das bestehende Hallenbad wurde nochmals auf eine mögliche Sanierung untersucht. Diese weitere Untersuchung bestätigte die bisherigen Untersuchungen, wonach ein Neubau die wirtschaftlichere Variante darstellt.

 

 

07/12.09.2017

Das Verfahren zur Auswahl eines Generalplaners wird durch europaweite Ausschreibung eingeleitet.

(Auftragsbekanntmachung)

Inhalt der Bekanntmachung ist das vom Stadtrat angestrebte Raumprogramm. Bestandteil der ausgeschriebenen Leistungen ist auch ein Variantenvergleich, ob das Außenschwimmbecken erhalten werden kann.

 

 

11.10.2017

Runder Tisch mit den Vertretern der Interessengruppe des offenen Briefes zur Planung des Ganzjahresbades

 

 

25.10.2017

Vorstellung des aktuellen Diskussionsstandes in der Bürgerversammlung

 

 

2018

Das Auswahlverfahren für einen Generalplaner zum Neubau eines Ganzjahresbades wird durch die Beauftragung des Büros Krieger Architekten l Ingenieure GmbH aus Velbert abgeschlossen. Um die wirtschaftlichen Folgen einer gegenüber dem ursprünglichen Raumprogramm abweichenden Planung beurteilen zu können wird die DSBG mit der wirtschaftlichen Begleitung der Planung beauftragt.

 

 

 

Für die in der Diskussion stehenden Bestandteile eines Ganzjahresbades werden Kosten/Nutzen Abschätzungen getroffen. In der Entscheidung hierüber wird auch die Unterschriftenaktion zum Erhalt des 50-m-Beckens im Freibad berücksichtigt.

 

 

15.05.2018

Die Ergebnisse der Kosten/Nutzen-Abschätzung zur Festlegung des Raumprogramms für einen Vorentwurf werden im Stadtrat vorgestellt. Folgende Bestandteile wurden explizit untersucht:

 

-

50-m-Becken im Freibad

 

-

Anbau der Rutsche ans Hallenbad und Abbruch der Freibadrutsche

 

-

Hubboden im Lehrschwimmbecken

 

-

Cabriodach

 

-

Soleaußenbecken

 

-

Erweitertes Raumprogramm (insb. Mehrzweckraum, Meersalzgrotte)

 

 

 

 

Der Stadtrat fasst folgende Beschlüsse:

 

1.

Zur Planung des beauftragten Vorentwurfs mit qualifizierter Kostenschätzung soll folgendes Raumkonzept zugrunde gelegt werden:

 

 

-

25m Sportbecken mit sechs Bahnen

 

 

-

Lehrschwimmbecken mit Hubboden

 

 

-

Eltern-Kindbecken mit Spielelementen

 

 

-

Cabrio-Dach

 

 

-

Meersalzgrotte

 

 

-

Solebecken (außen)

 

 

-

Textilsauna

 

 

-

1 Whirlpool

 

 

-

Anbau einer gedämmten Rutsche ans Hallenbad und späterer Abbau der Rutsche im Freibad

 

 

-

Erhalt des 50-m-Beckens im Freibad entsprechend dem vorgestellten Konzept

 

 

 

 

 

2.

Für das Solebecken sollen die Kosten für eine spätere Nachrüstung in die Kosten des Ganzjahresbades einberechnet werden. Die reinen Kosten des Sole-Außenbeckens sollen separat dargestellt werden. Damit soll eine Entscheidungsgrundlage dafür geschaffen werden, ob das Becken sofort gebaut werden soll oder ggf. in einem zweiten Abschnitt angebaut werden soll.

 

 

 

 

3.

Teil der Planung soll auch der wirtschaftliche und technische Aufwand für den weiteren Betrieb der vorhandenen Rutsche bis zur Fertigstellung der evtl. neuen Rutsche am Hallenbad sein.

 

 

 

24.07.2018

Der erstellte Vorentwurf sowie die zugehörige Wirtschaftlichkeitsprognose mit vertiefter Kostenschätzung werden im Stadtrat vorgestellt. Die vertiefte Kostenschätzung geht je nach Bausteinen sowie je nach Ausführung einer Verbindung zur Sauna von Investitionskosten zwischen 15,9 Mio. € und 17,9 Mio. € aus. Hierin enthalten ist insbesondere auch der jetzt schon vorhersehbare mittelfristige Erneuerungsbedarf im Freibad.

 

 

 

Die Verwaltung wird damit beauftragt, den Entwurf auf mögliche Einsparpotentiale zu untersuchen und in einem anschließenden Workshop des Stadtrats hierüber zu diskutieren.

 

 

16.11.2018

In einem Workshop des Stadtrats wird der Vorentwurf diskutiert. Dabei zeigt sich, dass nennenswerte Einsparungen nur zu Lasten von höheren Betriebskosten erfolgen könnten.

 

 

29.01.2019

Zur Versachlichung der Diskussion beschließt der Stadtrat die Protokollerklärung, in der die wesentlichen Fakten aus der bisherigen Diskussion zusammengestellt sind.

 

 

26.03.2019

Der Stadtrat legt in einem Eckpunktepapier zum Haushalt 2019 die Prioritäten für die Finanzierung der Großprojekte in Bobingen fest. Parallel zu den notwendigen Investitionen zugunsten der Kinderbetreuung sollen der Neubau eines Familien-Ganzjahresbades sowie der Umbau der alten Mädchenschule zeitlich geordnet nacheinander umgesetzt werden.

 

Im Haushalt werden Mittel für Planungen der nächsten Leistungsstufen ab dem Jahr 2020 sowie Mittel für den Neubau ab dem Jahr 2021 angesetzt.

 

 

2019

 

Das Jahr 2019 soll dafür genutzt werden, eine Zusammenarbeit mit den Kommunen im südlichen Landkreis auszuloten. Anschließend soll nochmals über die verschiedenen Bestandteile des aktuellen Vorentwurfs beraten und final über die Frage des Neubaus entschieden werden.

 

Die Verwaltung führt sowohl mit Landrat Martin Sailer als auch mit der Stadt Königsbrunn Gespräche über eine Zusammenarbeit im Bereich der Bäder. Durch des Begegnungslandes Lech Wertach wird eine Studie in Auftrag gegeben, die die Potentiale für eine mögliche Zusammenarbeit der Begegnungsland-Kommunen im Bäderbereich untersucht. Die Studie wird derzeit von der DSBG unter Mitarbeit der Städte Bobingen, Königsbrunn, Schwabmünchen sowie der Gemeinde Untermeitingen erstellt.

 

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