Jeder m² zählt

Grußwort des Ersten Bürgermeisters

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

unsere Artenvielfalt zu schützen und zu erhalten: Das ist das Ziel der naturnahen und nachhaltigen Pflege von Gärten. Ich kann daher nur dazu aufrufen, Biotope anzulegen und damit auch unsere eigenen Lebensgrundlagen zu erhalten.

 

80 Prozent der heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Wir müssen ihnen also einen Lebensraum bieten. Ich denke da an heimische Arten, Wildpflanzen und Wildkräuter, insektenfreundliche Wiesen, extensive Bewirtschaftung und der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel.

 

Die Stadt Bobingen möchte den Erhalt der Biodiversität in Gärten und in der Landwirtschaft durch die Beteiligung an der Aktion „Jeder m² zählt“ unterstützen. Nicht nur im öffentlichen Raum, sondern eben auch in den privaten Gärten sollte über das Anlegen bestäuber- und insektenfreundliche Blühstreifen nachgedacht werden. Der Trend zum Steingarten ist Gift für Insekten, Brutvögel und Kleintiere wie etwa den Igel. Statt der Steine sollten daher Blühmischungen, Streuobst, Stauden und Sträucher wieder ihren Weg in die Gärten finden.

 

Ich würde mich über eine rege Beteiligung am Wettbewerb freuen und wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg dabei.

 

Ihr

 

Klaus Förster

Erster Bürgermeister

 

 

 

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Wettbewerb der Stadt Bobingen und des BUND Naturschutz

Mehr Lebensraum für die Natur – Jeder m2 zählt!

 

Wir laden die Menschen in Bobingen ein, ein Stück Erde naturfreundlich zu gestalten. Sie brauchen dazu keinen großen Garten, auch ein Balkon, Fensterbrett oder Grünstreifen in Ihrer Nähe reichen. Denn jedes noch so kleine Fleckchen kann für Pflanzen und Tieren zur Oase werden.

 

Viele kleine Flächen bilden ein Netz von Lebensinseln. So kann jeder mit geringem Aufwand einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.

 

Schaffen Sie Abwechslung anstelle von kurz gemähten, ebenen Rasenflächen, Zierkies, Thuja und Kirschlorbeer! Damit helfen Sie unserer heimischen Natur.

 

So läuft der Wettbewerb ab: Fotografieren Sie Ihre Projektfläche vor und nach der Umgestaltung und schicken Sie die Bilder mit ihrer Adresse bis zum 30. September 2020 an die Stadt Bobingen, gleich ob digital oder in Papierform. Die Einsendungen werden im Oktober diesen Jahres auf der Homepage unserer Stadt veröffentlicht und in einer Ausstellung im Rathaus gezeigt. Die besten Ideen werden von einer Jury prämiert und mit Preisen honoriert.

Jeder - auch Gruppen, Schulklassen, Unternehmen und Landwirte - kann mitmachen.

 

 

 

Tagpfauenauge

                                                                          Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer

 

Jeder Quadratmeter zählt …

… jede heimische Blüte … jeder Tropfen Wasser … jede Senke … jeder Hügel … jede wilde Ecke … jeder Sandhaufen … jeder stachelige Strauch … jeder Steinhaufen … jede Beere oder Nuss … jeder heimische Baum … jede Trockenmauer … jedes besonders trockene oder feuchte Eckchen … jedes Mal weniger Mähen … jedes natürliche Material … jeder Hohlraum … jedes Permakultur-Beet … jeder alte Baumstamm, der stehen bleiben darf … jeder liegengebliebene Wurzelstock … jeder Laubhaufen … jeder Unterschlupf … jedes heimische Gras … jede freie Bodenstelle … jedes unbeleuchtete Eckchen … jede langjährige und nur ein bis zwei Mal im Jahr gemähte Wiese … jede Wand mit wildem Wein oder Efeu ...

 

Viele Anregungen finden Sie auf den folgenden Seiten:

http://jederm2zaehlt.de/ (Wettbewerb der Kreisgruppe Mindelheim im BUND Naturschutz)

http://hortus-insectorum.de/

http://bluehende-landschaft.de/nbl/nbl.handlungsempfehlungen/nbl.garten/index.html

 

Auch die beiden Bobinger Blühbotschafterinnen Veronika Schwarzenberger (Tel. 964848) und Beate Krebs (Tel. 42268) stehen Ihnen gerne zur Seite. Saatgut wie „Blühende Landschaften“ und „Schmetterlingssaum“ für Kleinflächen sind dort erhältlich.

Im Stadtboten und auf der Homepage der Stadt sowie in der Tagespresse werden Sie monatlich Hinweise und Tipps finden.

 

Verantwortlich:

Stadt Bobingen: Herr Ludwig

Bund Naturschutz OG Bobingen: Veronika Schwarzenberger

 

 

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